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St Georg Unternehmensgruppe

Institut für Pathologie und Tumordiagnostik

Historischer Überblick

Mit dem Neubau des Städtischen Klinikums "St. Georg" Leipzig 1908 bis 1913 entstand auch das pathologisch-bakteriologische Institut. Bau und Erstausstattung wurde wesentlich durch den ersten Prosektor Adolf Reinhard (Prosektor von 1913 bis 1934) mitgestaltet. Vorbild war dabei das Senkeberg’sche Institut für Pathologie in Frankfurt am Main.

Das pathologisch-bakteriologische Institut.

Prosektoren und Chefärzte des Institutes für Pathologie

  • MR Dr. med. Adolf Reinhard, 1878 – 1934
    Prosektor 1913 – 1934
  • Doz. Dr. med. habil. Ernst Jäger, 1897 – 1937
    Prosektor 1935 – 1937
  • Prof. Dr. med. habil. Werner Schopper, 1899 – 1984
    Prosektor 1937 – 1945
  • Prof. Dr. med. habil. Gottfried Holle, 1912 – 1991
    Komm. Leiter 1945 – 1947
  • Priv. Doz. Dr. med. habil. Herrmann Eck, 1905 – 1974
    Prosektor 1947 – 1971
  • Prof. Dr. med. habil. Rolf Haupt, 1936
    Prosektor u. Chefarzt 1972 – 2003
  • Dr. Volker Wiechmann, seit 2003
     
Reinhard
Jäger
Schopper
Holle
Eck
Haupt
Wiechmann

Sehr zahlreiche klinische Obduktionen und die histologische Bearbeitung von größeren Operationspräparaten bestimmten die ersten Jahrzehnte. Erst seit den 60er und 70er Jahren des vor Jahrhunderts kamen Biopsien aus vielen Organen und zytologische Einsendungen hinzu. Wie der Name des Institutes aussagt wurden damals Pathologie und Bakteriologie als Einheit unter einem Dach betrieben. Seit den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde die Bakteriologie schrittweise ausgegliedert und einem eigenen Laborinstitut zugeordnet. Das Institut versorgte das Klinikum "St. Georg" und bearbeitete zusätzlich Material für zahlreiche Krankenhäuser, Polikliniken und niedergelassene Ärzte der Umgebung.

Nach 1990 erfuhr das Institut eine besondere Leistungssteigerung und Qualitätserweiterung. Schritt für Schritt wurden moderne Geräte, wie Einbettungs- und Färbeautomaten sowie neue Mikroskope angeschafft. Die Einführung immunhistochemischer und molekularbiologische Untersuchungsmethoden bestimmten in den letzten 12 Jahren wesentlich die weitere Steigerung der histologischen Diagnostik.

Immer schon war das Institut auch Ort wissenschaftlicher Tätigkeit. 5 Habilitationen, 257 Promotionen und 23 Diplomarbeiten sind dafür ein Beleg. Weiterhin stammen aus dem Institut zahlreiche wissenschaftliche Publikationen, Vorträge und Poster auf nationalen und internationalen Tagungen.

Hermann Eck deckte den Charakter der Alveolenkarzinose und des Alveolarzellkarzinoms auf. Er beschrieb als erster im deutschsprachigen Schrifttum die Listeriose im Erwachsenengehirn. Unter Rolf Haupt wurden Lungentumoren, insbesondere der Narbenkrebs der Lunge, sowie Fragen der Leberpathologie bearbeitet. In den 60 er bis 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden tierexperimentelle Untersuchungen und Studien zu verschiedenen Fragestellungen durchgeführt.

Mehr als 50 Ärzte hospitierten seit 1913 im Institut, 26 wurden zu Fachärzten für Pathologie ausgebildet.

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